FAQ

Was ist das Neue an dem gripSPEEDER System und wie funktioniert es?

Dieses System ist weltweit das erste seiner Art und besticht durch seine gegensätzlichen, aber zum Skaten dadurch äußerst effizienten Gebrauchseigenschaften. Diese gegensätzlichen Eigenschaften sind einerseits der geringe Reibungswert durch nur zwei, statt wie üblich drei bis vier Lagerstellen an den beiden Speedrollen, sowie die sehr geringe Walkarbeit an deren Laufflächen aufgrund der relativ hohen Härte - und andererseits die hohe Haftung an den 2 Griprollen. Beide Rollenverbunde arbeiten immer nur dann, wenn es erforderlich ist. Die Speedrollen beim Geradeausfahren und die Griprollen beim Anschub sowie in Kurven.

 

Was ist der Grund dafür, neben den am Markt gehandelten gut funktionierenden und oft auch sehr hochwertigen Speedskatern so etwas völlig Neues zu konzipieren? Die bestehenden Systeme sind über Jahre immer wieder verbessert und optimiert worden, so dass es selbst für Insider kaum noch Verbesserungspotential gibt.

Nichts ist so gut, als dass man es nicht noch weiter verbessern könnte. Das ist unser Anspruch, mit dem wir seit 1983 hochwertige Fahrgestelle für Motorräder, Karts sowie seit 1998 auch für Mountainbikes entwickeln und bauen.

Bei der spontanen Teilnahme an einem Skate Marathon 2016 viel uns auf, dass sich die Geschwindigkeit des Fahrerfeldes nach einem Graupelschauer und daraus resultierenden feuchtem Fahrbahnbelag drastisch verringerte. Außerdem kam es zu vielen Stürzen. Das war der Ausgangspunkt zur Entwicklung dieses weltweit einzigartigen Systems. Als Quereinsteiger ist man nicht so sehr auf die bestehende Technik konzentriert und findet so schneller zu einer unkonventionellen aber zielführenden Idee.

 

Was liegt dem Konzeptionsansatz zugrunde?

Das Problem der konventionellen Skater, egal welcher Marke, ist bei allen das gleiche. Sie alle können nur einen Kompromiss bieten. Einen Kompromiss aus geringem Rollwiderstand einerseits und gutem Grip andererseits.

Der Wusch nach geringem Rollwiderstand kann mit möglichst wenigen und große Rollen mit relativ hohen Härtegraden erkauft werden. Der Nachteil, vordergründig bei kaltem, buckligen oder auch nassem Untergrund, ist dann aber weniger Grip, um sich optimal abzustoßen und in den Kurven wirklich schnell zu sein. Auch die hohe Standplatzierung des Fußes über dem Skater, vor allem bei den 125er Systemen, wirkt sich ungünstig aus. Sie bringt Energieverluste bei der Krafteinleitung in das System und führt zu erhöhtem Kraftaufwand, um das Abknicken der Füße zu vermeiden. Eigentlich müssten es auch mehr Rollen sein, um weitere Haftungspunkte zu gewinnen. Doch mehr Rollen – mehr Reibung! Zu guter Letzt sollten die Mischungen relativ weich sein, denn weiche

Mischungen haben wiederum bessere Haftungswerte auch auf nassem oder buckligem Untergrund. Unliebsame Folgen der weicheren Rollen sind aber hohe Reibungswerte und starkes Walken der Reifen mit einhergehendem Verlust an Energie und Speed.

Zu dieser scheinbar unlösbaren Aufgabe gibt es bis jetzt keine wirklich zufriedenstellende Lösung, sondern nur mehr oder weniger gute Kompromisse.

Beim gripSPEEDER muss jetzt, wie es der Name schon sagt, weder auf Grip noch auf Speed verzichtet werden!

Und so funktioniert es:

Das Fahrwerk wurde gemäß der technischen Regel des Weltverbandes F.I.R.S. konzipiert. Darin arbeiten vorn und hinten zwei 125- bzw. 110mm Speedrollen mit relativ hoher Shore Härte, und in der Mitte 2 kleinere leichte Griprollen mit niedrigerer Shore Härte. Die Griprollen können bei Bedarf gegen Regenrollen ausgetauscht werden. Die großen Speedrollen sind beim Modell 2.3 S in leichten Titan- bzw. beim Modell 2.3 R in Carbonfedergabeln gelagert. Beide Rollentypen besitzen eine spezielle Profilgeometrie, die Voraussetzung für eine optimale Funktion des gesamten Fahrwerks ist. Der Fahrer steht nicht auf, sondern in den Skatern. Durch diesen tiefen Schwerpunkt kommt die Energie sehr direkt und mit wenig Verluste über die SPEEDER auf die Bahn. Der Fahrer muss sich nicht gegen das Abknicken der Füße wehren. Vor allem auf langen Distanzen ergibt sich dadurch ein ermüdungsfreies und kräftesparendes Fahren.

Das Fahren selbst ist überaus komfortabel, da Unebenheiten und Schläge durch die beiden Federgabeln besser abgedämpft werden können, als mit einer starren konventionellen Schiene. Die Rollen haften auch bei Unebenheiten viel besser auf der Bahn. So entsteht ein sehr sicheres Fahrgefühl. Beim Aufstellen des Fahrers kommt ein sog. Sag zustande. Dadurch werden die zwei Griprollen, die im Ruhezustand einen Abstand von ca. 3- 4 mm zum Fahrbahnboden haben, bis auf etwa 1 mm Bodenfreiheit abgesenkt. Das Feintuning erfolgt mit den Einstellschrauben an der jeweiligen Gabel.

Je nach Fahrstil sind so zu etwa 50 bis 60% nur zwei Speedrollen im Einsatz. Das bedeutet, dass bei 50 bis 60% des Skatvorgangs auch nur diese beiden Speedrollen arbeiten - also weniger Reibung bei der Lagerung und geringste Walkarbeit der Reifen in dieser sogenannten Gleitphase.

In der Übergangsphase bringt der Fahrer sein Gewicht auf die rechte bzw. linke Anschubseite. In diesem Zustand beginnen die mittleren Griprollen den Fahrbahnbelag leicht zu berühren.

In der Anschub- und Kurvenphase wird der Druck erhöht. Die Griprollen werden jetzt nach und nach immer mehr auf die Fahrbahn gepresst. Das bringt optimalen Grip für den Anschub und in den Kurven! Die Federwirkung der beiden Gabeln generiert am Ende des Anschubes einen spürbaren, geradlinigen und absolut direkten Rebound, der neben dem konventionellen Rebound der Rollen für zusätzlichen Vortrieb sorgt. Es entsteht ein Doppelrebound. Im Gegensatz dazu wirkt bei den konventionellen Skatern in der Anschubfase der ungedämpfte Druck des Anschubbeins auf die starre Schiene, wodurch an den Rollen unbemerkt Schlupf entstehen kann, der wiederum zu Energieverlust führt. Beim gripSPEEDER wird diese Kraftspitze durch die Federgabeln geschluckt und am Ende des Anschubes wieder sanft abgegeben. Von der Sache her ein Rekuperationssystem.

 

Muss ich mich jetzt in meinem Fahrstil neu orientieren? Gibt es etwas, was man beachten sollte?

Es gibt tatsächlich etwas Wichtiges zu beachten. Der gripSPEEDER baut; - zwar innerhalb des F.I.R.S. Regelwerks, aber trotzdem etwas länger als ein konventioneller Skater. Er läuft sehr stabil geradeaus und ist etwas weniger wendig. Durch das gefederte Fahrwerk lassen sich die Skater sehr komfortabel bewegen und vermitteln ein hohes Sicherheitsgefühl auf allen Untergründen. Beim Umsetzen in Kurven sollte man am Anfang jedoch sehr bewusst die Schritte etwas weiter setzen, um nicht hängen zu bleiben. Auf langen Distanzen kommt das eher weniger zum Tragen, so dass beispielsweise bei einem Halbmarathon unabhängig von der Eingewöhnungszeit und der Wetterlage (also auch bei Nässe!) eine Zeitverbesserung erwartet werden kann. Auf der Bahn bedarf es aber schon einer gewissen Eingewöhnung, bevor mit einer Verbesserung der persönlichen Bestzeit zu rechnen ist.

Auch der Laufstil sollte neu überdacht werden. Mitunter ist man mit dem klassischen Stil und niedriger Trittfrequenz schneller unterwegs als mit Doppel Push und hoher Frequenz.

 

Kann ich in euren gripSPEEDER auch 125 mm Rollen anderer Marken einbauen?

Unsere Speedrollen sind mit 20mm Breite schmaler als die am Markt üblichen, wodurch die allgemein handelsüblichen Rollen in 24mm Reifenbreite nicht in unsere Federgabeln passen.

 

Gibt es unterschiedliche Modelle der gripSPEEDER?

Ja.

Das Modell 2.3 F (F = Fitness) ist der preiswerte Einstieg ins gripSPEEDER System. Das Augenmerk ist hier auf Komfort (abgefederter tiefer Standpunkt) und Sicherheit unter allen Bedingungen, also auch bei Nässe gerichtet. Zusätzlich generiert er etwas mehr Speed, als für einen konventionellen Skater dieser Preisklasse üblich. Die preiswerte Herstellung des Fahrwerkes als ein komplettes Spritzgussteil aus einem Spezialkunststoff und die Vollkunststoffrollen machen das möglich.

Das Modell 2.3 S (S = Sport) ist in der mittleren Preisklasse eines Speedskaters angesiedelt. Der perfekte Skater für den ambitionierten Hobbysportler. Es besticht durch die hochwertige Verarbeitung des hochfesten Aluminiums 7075 T6 und seine Titanfedergabeln aus Ti 6 Al 4V. Dazu gibt es die utraleichten Hardcore Speedrollen mit 7075er Alufelge und verschleißfestem CPU Belag. Die bereits genannten Vorteile des gripSPEEDER-Systems kommen hier voll zum Tragen, was ihn in den Kreis der schnellsten Skater trägt.

Das Modell 2.3 R (R = Race) ist die ultimative Carbon Variante. Mit einem Gewicht von unter 180 g pro Fahrwerk und der vollen System-Performance bleiben keine Wünsche mehr offen. Das richtige für den Siegertyp in euch!

 

Wieviel wiegt die Schiene?

Das Gewicht der Fahrwerksteile für das Modell 2.3 S beträgt 330 g. Wir sagen hier Fahrwerk, da es sich nicht mehr um eine starre Schiene handelt.

Das Modell 2.3 R liegt unter 180 g.

Das Gewicht unseres Modells 2.3 F für den Fitnessbereich steht noch nicht endgültig fest.

 

Wieviel wiegen die Speedrollen?

Sowohl die 125er als auch die 110er Speedrolle sind mit 187 g bzw. 156 g die leichtesten am Markt.

 

Welche Größen sind im Angebot und was muss ich bei der Bestellung beachten?

Größe 34,5 bis 46 mit 195 mm Verschraubungsabstand.

Die Größen von 34,5 bis 42 sind mit 125 mm Speedrollen ausgestattet. Dabei werden ab Größe 40,5 bis zu 3 Spacerplatten pro Verschraubungspunkt in 3,5 mm Stärke zwischen Schuh und Fahrwerksaufnahme beigelegt.

Ab Größe 42,5 werden 110 mm Speedrollen verbaut, wobei dort ab Größe 44,5 wiederum Spacerplatten eingesetzt sind.

Es gibt 3 Fahrwerksgrundsetups, die jeweils eine Spanne von 20 kg Körpergewicht überstreichen. (40 bis 60, 60 bis 80 und 80 bis 100 kg) Außerdem kann zwischen 3 Fahrertypen gewählt werden. (Fitness, Sport und Race) Sollte das Gewicht des Fahrers an der unteren oder oberen Grenze eines der drei Fahrwerksgrundsetups liegen, so wird je nach der zu erwartenden Abdruckkraft des Fahrertypen entweder das höhere oder der niedrigere Fahrwerksgrundsetup gewählt.

Fahrwerke außerhalb dieser Größen- und Gewichtsangaben können als Sonderanfertigung gegen Aufpreis geordert werden.

 

Wie lange hat die Entwicklung der gripSPEEDER gedauert?

Von der Idee im April 2016 bis September 2018, also 2 ½ Jahre. Angefangen mit einem Ur- Prototypen über den 1,0er, 2.0er bis zum 2.3er sind zwei Grundkonzeptionen in 17 unterschiedlichen Konfigurationen sowie 12 Rollenvarianten entwickelt und getestet worden. Wesentlichen Anteil an der Entwicklungsarbeit haben Claudia Pechstein (mehrfache Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin im Eisschnelllauf), sowie Sabrina Rossow und Tobias Hecht, die beide schon mehrere Deutsche- und Europameistertitel auf ihrem Konto haben.

 

Passen auch meine handgefertigten Carbonschuhe auf das gripSPEEDER Fahrwerk?

Die Anschlussmaße des Fahrwerkes sind kompatibel zu den handelsüblichen Boots mit 195 mm Lochabstand bei 11 bis 13 mm Überhöhung. Für den Fall, dass maßgeschnittene Carbon-Boots mit darin integrierten, seitlich nicht zu verstellenden Gewindeaufnahmen aufgeschraubt werden sollen, ist die Boots- Aufnahme am Fahrwerk mit Langlöchern ausgestattet. Die Einstellung der Vorspur, bzw. der idealen Linie für den Fahrer, kann damit leicht vorgenommen werden.

 

Wie nimmt man die Einstellung der Schiene bzw. des Fahrwerks vor?

Weitere Informationen hierzu unter Technik & Service.

 

Wie lange hält ein gripSPEEDER Setup?

Wie lange ein Setup hält, also die Rollen ihre funktionsfähige Form behalten, ist natürlich vom Fahrstil, den gefahrenen Kilometern, dem Untergrund und den Temperaturen abhängig. Die Rollen bestehen aus rot anodisierten Alu- Felgen und Reifen aus chemisch gebundenem Polyurethan. Das ist das beste und verschleißfesteste Material mit hervorragenden Haftungseigenschaften, was es im Augenblick am Markt gibt.

Für die hochwertigen und teuren Speedrollen bietet funMACHINES einen besonderen und einzigartigen Service an. Je nach Verschleißgrad können die Profilkurven bis zu drei Nachschliffe erhalten und danach wieder als vollwertige Rolle eingesetzt werden. So werden allein durch einen Nachschliff die Hälfte der Kosten im Vergleich zu einem Neukauf gespart. Zu beachten gilt dabei, dass der Sag- Wert spätestens beim zweiten Nachschliff nachgestellt werden sollte, da die Rolle ja mit jedem Schliff etwas kleiner geworden ist. Sollte eine Rolle nach der Einsendung an uns nicht mehr nachgeschliffen werden können, gibt funMACHINES eine Gutschrift von 2,50€ pro Rolle. Diese Rolle wird fachgerecht und umweltfreundlich recycelt. Entkernt, gestrahlt, neu eloxiert und mit der 90 ShA CPU- Speedmischung wieder neu umgossen. So entsteht eine absolut neuwertige Rolle, die zu einem sehr attraktiven Preis im Shop angeboten wird.

 

Gibt es einen spürbaren Bremseffekt, wenn die Griprollen beim Abstoß nach einer Gleitphase aufsetzen?

Bei richtiger Einstellung des Fahrwerks gibt es keinen Bremseffekt. Die Griprollen brauchen nicht bei jedem Anschub neu angeschoben werden. Sie befinden sich bereits in Rotation. Hat man jedoch das Fahrwerk mit zu viel Sag, also zu weich eingestellt, dann merkt man es. Es kommt also wirklich auch auf die Einstellung des Fahrwerks an.

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