Aufbau und Funktion / gripSPEEDER 2.3

Der gripSPEEDER beruht auf einem zum internationalen Patent angemeldeten neuartigen System. Das Funktionsprinzip ist also weltweit das erste seiner Art und besticht durch seine gegensätzlichen, aber zum Skaten dadurch äußerst effizienten Gebrauchseigenschaften.

Das Problem der konventionellen Skater, egal welcher Marke, ist bei allen das gleiche. Sie alle können nur einen Kompromiss bieten. Einen Kompromiss aus geringem Rollwiderstand einerseits und gutem Grip andererseits.

Der Wusch nach geringem Rollwiderstand kann mit möglichst wenigen und große Rollen mit relativ hohen Härtegraden erkauft werden. Der Nachteil, vordergründig bei kaltem, buckligen oder auch nassem Untergrund, ist dann aber weniger Grip, um sich optimal abzustoßen und in den Kurven wirklich schnell zu sein. Auch die hohe Standplatzierung des Fußes über dem Skater, vor allem bei den 125er Systemen, wirkt sich ungünstig aus. Sie bringt Energieverluste bei der Krafteinleitung in das System und führt zu erhöhtem Kraftaufwand, um das Abknicken der Füße zu vermeiden. Eigentlich müssten es auch mehr Rollen sein, um weitere Haftungspunkte zu gewinnen. Doch mehr Rollen – mehr Reibung! Zu guter Letzt sollten die Mischungen relativ weich sein, denn weiche Mischungen haben wiederum bessere Haftungswerte auch auf nassem oder buckligem Untergrund. Unliebsame Folgen der weicheren Rollen sind aber hohe Reibungswerte und starkes Walken der Reifen mit einhergehendem Verlust an Energie und Speed.

Zu dieser scheinbar unlösbaren Aufgabe gibt es bis jetzt keine wirklich zufriedenstellende Lösung, sondern nur mehr oder weniger gute Kompromisse.

Beim gripSPEEDER muss jetzt, wie es der Name schon sagt, weder auf Grip noch auf Speed verzichtet werden!

Und so funktioniert es:

Das Fahrwerk wurde gemäß der technischen Regel des Weltverbandes F.I.R.S. konzipiert. Darin arbeiten vorn und hinten zwei 125- bzw. 110mm Speedrollen mit relativ hoher Shore Härte, und in der Mitte 2 kleinere leichte Griprollen mit niedrigerer Shore Härte. Die Griprollen können bei Bedarf gegen Regenrollen ausgetauscht werden. Die großen Speedrollen sind beim Modell 2.3 S in leichten Titan- bzw. beim Modell 2.3 R in Carbonfedergabeln gelagert. Beide Rollentypen besitzen eine spezielle Profilgeometrie, die Voraussetzung für eine optimale Funktion des gesamten Fahrwerks ist. Der Fahrer balanciert nicht auf, sondern steht in den Skatern. Durch diesen tiefen Schwerpunkt kommt die Energie sehr direkt und mit wenig Verluste über die SPEEDER auf die Bahn. Der Fahrer muss sich nicht gegen das Abknicken der Füße wehren. Vor allem auf langen Distanzen ergibt sich dadurch ein ermüdungsfreies und kräftesparendes Fahren.

Achtung! Da der gripSPEEDER etwas länger als die konventionellen Speedskater baut, bedarf es einer gewissen Gewöhnung. Einerseits laufen die gripSPEEDER wesentlich ruhiger und gerader, aber andererseits ist beim Umsetzen in den Kurven erst einmal etwas Vorsicht angebracht. Die Schritte müssen ein wenig weiter gesetzt werden.

Auch der Laufstil sollte neu überdacht werden. Mitunter ist man mit dem klassischen Stil und niedriger Trittfrequenz schneller unterwegs als mit Doppel Push und hoher Frequenz.

Das Fahren ist überaus komfortabel, da Unebenheiten und Schläge durch die beiden Federgabeln besser abgedämpft werden können, als mit einer starren konventionellen Schiene. Die Rollen haften auch bei Unebenheiten viel besser auf der Bahn. So entsteht ein sehr sicheres Fahrgefühl. Beim Aufstellen des Fahrers kommt ein sog. Sag zustande. Dadurch werden die zwei Griprollen, die im Ruhezustand einen Abstand von ca. 3- 4 mm zum Fahrbahnboden haben, bis auf etwa 1 mm Bodenfreiheit abgesenkt. Das Feintuning erfolgt mit den Einstellschrauben an der jeweiligen Gabel.

Je nach Fahrstil sind so zu etwa 50 bis 60% nur zwei Speedrollen im Einsatz. Das bedeutet, dass bei 50 bis 60% des Skatvorgangs auch nur diese beiden Speedrollen arbeiten - also weniger Reibung bei der Lagerung und geringste Walkarbeit der Reifen in dieser sogenannten Gleitphase.

In der Übergangsphase bringt der Fahrer sein Gewicht auf die rechte bzw. linke Anschubseite. In diesem Zustand beginnen die mittleren Griprollen den Fahrbahnbelag leicht zu berühren.

In der Anschub- und Kurvenphase wird der Druck erhöht. Die Griprollen werden jetzt nach und nach immer mehr auf die Fahrbahn gepresst. Das bringt optimalen Grip für den Anschub und in den Kurven! Die Federwirkung der beiden Gabeln generiert am Ende des Anschubes einen spürbaren, geradlinigen und absolut direkten Rebound, der neben dem konventionellen Rebound der Rollen für zusätzlichen Vortrieb sorgt. Es entsteht ein Doppelrebound. Im Gegensatz dazu wirkt bei den konventionellen Skatern in der Anschubfase der ungedämpfte Druck des Anschubbeins auf die starre Schiene, wodurch an den Rollen unbemerkt Schlupf entstehen kann, der wiederum zu Energieverlust führt. Beim gripSPEEDER wird diese Kraftspitze durch die Federgabeln geschluckt und am Ende des Anschubes wieder sanft abgegeben. Von der Sache her ein Rekuperationssystem.

Sowohl die 125er als auch die 110er Speedrolle sind mit 187 g bzw. 156 g die leichtesten am Markt. Die Kombination dieser beiden unterschiedlichen Rollentypen, vereint in dem intelligenten, leichten Fahrwerk, garantieren unter allen Bedingungen ein hohes Durchschnittstempo.

Alle diese Wirkprinzipien geben in ihrer Summe dem gipSPEEDER die Eigenschaften, die ihn zum weltweit interessantesten Skater für Profis, Amateursportler oder ambitionierte Hobbyfahrer machen.

Copyright 2018 funMACHINES.
Diese Website verwendet Cookies zur Webanalyse und fortlaufenden Verbesserung. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Informationen zu Cookies und Ihre Widerspruchsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung | Impressum
Verstanden!