Einstellung, Benutzung und Service

Die gripPEEDER Modelle (außer das Einsteigermodell für den Fitnessbereich 2.3 F) können mit oder ohne Schuh geordert werden. Auch die Rollen und alle übrigen Teile des Fahrwerks lassen sich in beliebiger Stückzahl dazu anfordern. So könnt ihr euren SPEEDER individuell selbst konfigurieren.

Die Anschlussmaße des Fahrwerkes sind kompatibel zu den handelsüblichen Boots mit 195 mm Lochabstand bei 11 bis 13 mm Überhöhung. Für den Fall, dass maßgeschnittene Carbon-Boots mit darin integrierten, seitlich nicht zu verstellenden Gewindeaufnahmen aufgeschraubt werden sollen, ist die Boots- Aufnahme am Fahrwerk mit Langlöchern ausgestattet. Die Einstellung der Vorspur, bzw. der idealen Linie für den Fahrer, kann damit leicht vorgenommen werden.

Den gripSPEEDER gibt es in den Größen 34,5 bis 46.

Die Größen von 34,5 bis 42 sind mit 125 mm Speedrollen ausgestattet. Dabei werden ab Größe 40,5 bis zu 3 Spacerplatten pro Verschraubungspunkt in 3,5 mm Stärke zwischen Schuh und Fahrwerksaufnahme beigelegt.

Ab Größe 42,5 werden 110 mm Speedrollen verbaut, wobei dort ab Größe 44,5 wiederum Spacerplatten eingesetzt werden.

Fahrwerke außerhalb dieser Größen können als Sonderanfertigung gegen Aufpreis geordert werden. Bei Bestellungen muss auch das Gewicht des Fahrers angegeben werden. Es gibt 3 Fahrwerksgrundsetups, die jeweils eine Spanne von 20 kg Körpergewicht überstreichen. (40 bis 60, 60 bis 80 und 80 bis 100 kg) Außerdem kann zwischen 3 Fahrertypen gewählt werden. (Hobbyfahrer, Racer, Profi) Sollte das Gewicht des entsprechenden Fahrers an der unteren oder oberen Grenze eines der drei Fahrwerksgrundsetups liegen, so wird je nach der zu erwartenden Abdruckkraft des Fahrertypen entweder das höhere oder der niedrigere Fahrwerksgrundsetup gewählt.

Die Grundeinstellung des setups am Fahrwerk ist denkbar einfach und wird an beiden SPEEDERN in der Regel identisch durchgeführt. Die Einstellung rechts und links ist also gleich. Der rechte oder linke SPEEDER wird mit dem vollen Körpergewicht belastet. Jetzt sollten sich die mittleren Griprollen noch gut drehen lassen. Zum Messen für ein Feintuning mit dem SPEEDER auf eine glatte und absolut ebene Unterlage stellen. Jetzt kann mit einer Fühllehre (Spion) der Abstand zwischen Griprollen und Boden genau gemessen werden. Er sollte je nach Fahrertyp etwa 1mm betragen.

Für den Fall, dass der Sag zu groß ist, müssen die Federgabeln verhärtet werden. Die Einstellung dafür wird mit den jeweiligen Stellschrauben (Madenschrauben M6, vorn 2x und hinten 1x), die sich in den Gabeln in unmittelbarer Nähe des Rahmens befinden, vorgenommen. Ist der Sag zu viel, lassen sich die Griprollen beim Aufstelle nicht drehen. In diesem Fall wird die erste Stellschraube (Richtung Griprollen) mit dem beiliegenden 3 mm Innensechskantschlüssel am unbelasteten SPEEDER bis zum Anschlag eingeschraubt. Sollte der Sag jetzt zu wenig sein (großer Spalt zwischen Griprollen und Boden bzw. mit Fühllehre gemessen über 1 mm), dann muss die Schraube Stück für Stück so lange herausgedreht werden, bis sich ein Wert von ca. 1 mm einstellt bzw. der sichtbare Spalt klein genug ist. In gleicher Weise wird mit der Gewichtszunahme des Fahrers weiter verfahren,

bis unter Umständen auch vorn die zweite Schraube mit dazu genommen werden muss. Für Fahrer unter 40 und über 100kg gibt es gegen Aufpreis auch weichere bzw. härtere Federgabeln.

Bei neuen Skatern muss diese Einstellung nach ca. 100 km noch einmal nachjustiert werden, da sich die Madenschrauben, die auf das gehärtete Anschlagblech drücken, erst setzen müssen.

Mit dieser Grundeinstellung lässt sich der gripSPEEDER sehr komfortabel und effektiv bewegen. Um jedoch das volle Potential auszuschöpfen, ist etwas Umgangserfahrung bzw. Laufroutine und Feintuning notwendig. Das Feintuning ist maßgeblich vom Bewegungs-Charakter des Sportlers und den Umweltbedingungen abhängig.

Ein Fahrer mit eher geringer Anschubfrequenz aber dafür kräftigem Anschub benötigt wenig Sag. Während ein Fahrer mit hoher Anschubfrequenz und etwas geringerem Krafteintrag eher mehr Sag benötigt, damit bei der geringeren Krafteinleitung der Weg für die Griprollen bis zum Boden nicht so weit ist und die Griprollen sich auch fest und sicher andrücken können.

Eine gute Kontrolle zur richtigen Einstellung der Sag Werte ist das Aufbringen eines Prüfstrips (dünner, etwa 2 mm breiter Klebebandstreifen) auf beiden Griprollen. Entsprechend des Abnutzungsgrades nach einer angemessenen Fahrstrecke kann man sehr genau sehen, welche der beiden Rollen zu viel Druck bekommt und daraus folgernd die Vorspannung der entsprechenden Federgabel ändern.

Des Weiteren ist es bei sehr warmen Bahnbelag wiederum besser härtere Rollen einzusetzen, während bei kaltem Belag weichere die günstigere Wahl sind usw… Der geübte Fahrer spürt bei seinen konventionellen Skatern einen Gripverlust sofort. Gripverlust bedeutet gleichzeitig Schlupf. Und wo Schlupf entsteht gibt es Energieverlust! Energieverlust heißt wiederum Verlust an Speed und zehrt an der Kondition des Fahrers.

Ziel des Feintunings ist also die Optimierung zwischen Anschub- und Gleitfase mit Hilfe der Sag- Einstellung und der Wahl der richtigen Rollenhärte, passend zum Fahrertyp, zum Fahrbahnbelag und zu den Wetterbedingungen.

Für die hochwertigen und teuren Speedrollen bietet funMACHINES einen einzigartigen und nachhaltigen Service an. Je nach Verschleißgrad können die Profilkurven bis zu drei Nachschliffe erhalten und danach wieder als vollwertige Rolle eingesetzt werden. So werden allein durch einen Nachschliff die Hälfte der Kosten im Vergleich zu einem Neukauf gespart. Zu beachten gilt dabei, dass der Sag- Wert danach geringfügig korrigiert werden sollte, da die Rolle ja mit jedem Schliff etwas kleiner geworden ist. Sollte eine Rolle nicht mehr nachgeschliffen werden können, gibt funMACHINES eine Gutschrift von 2,50 € pro Rolle. Diese Rolle wird fachgerecht und umweltfreundlich recycelt. Das heißt, entkernt, gestrahlt, eloxiert und mit der CPU- Speedmischung wieder neu umgossen. So entsteht eine absolut neuwertige Rolle, die zu einem sehr attraktiven Preis im Shop angeboten wird. Die Schonung von Ressourcen ist ein weiterer Vorteil.

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